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"Fireproof doesn't mean the fire will never come. It means when the fire comes that you will be able to withstand it."

Written by Sara on Samstag, 14 September 2013. Posted in Filmrezensionen

„Wie soll ich jemandem meine Liebe immer und immer und immer wieder zeigen, der mich ständig abstößt?“

Nachdem ich schon öfter von dem Film „Fireproof“ gehört hatte, habe ich mich heute an einem freien Samstagabend dazu entschieden, ihm eine Chance zu geben. Zufälligerweise hatte ich den Film Zuhause und schmiss also den DVD-Player an und machte es mir gemütlich vor dem Fernseher. Ich muss zugeben, dass ich zwar keine hohen Erwartungen, aber dennoch große Hoffnungen hatte. Was ich heute brauchte war ein inhaltlich guter, christlicher Film. Und ich muss ehrlich gestehen, dass meine Hoffnungen erfüllt und meine Erwartungen übertroffen wurden.

Auch wenn ich einige Kritikpunkte habe, die ich gleich erläutern werde, hat mich der Film dennoch positiv überrascht und der Grund, wieso ich eine Filmrezension schreibe, ist natürlich, weil ich ihn gerne weiter empfehlen würde.

Ich beginne mit dem Positiven. Der Film stellt zu Beginn eine kaputte Ehe in ihrem Alltag da: Streitereien über Geld, Arbeitsaufteilung, die leere Milch im Kühlschrank und darüber, wessen Arbeit wichtiger ist. Auch wenn die schauspielerische Leistung an manchen Stellen noch ein wenig zu Wünschen übrig lässt, zieht der Film einen doch recht schnell ins Geschehen ein. Schnell bemerkt der Zuschauer, worauf das Ganze hinausläuft: eine Scheidung. Das Ehepaar, Catherine und Caleb, stellen gleich zu Beginn des Filmes fest, dass eine Scheidung unausweichlich ist und dass es sich nur noch um eine Frage der Zeit handelt. An dieser Stelle schreitet der Vater von Caleb ein und überredet seinen sehr aufgewühlten und in seinem männlichen Stolz gekränkten Sohn dazu, der Ehe noch 40 Tage lang eine Chance zu geben. Er schickt ihm per Post ein kleines Notizbuch, in dem Aufgaben für jeden Tag der nächsten 40 Tage stehen. Und so beginnt Caleb wider Willen seiner Frau von Tag zu Tag mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Was er nicht erwartet ist allerdings die Reaktion seiner Frau: Gleichgültigkeit und Wut. Es kommt zu einem Moment der Verzweiflung und Caleb ist nach 20 Tagen bereit sein Versprechen gegenüber seinem Vater zu brechen und sich sofort von Catherine zu trennen. Und das war auch der Moment, an dem der Film für mich interessant wurde.

Caleb ist mit seinem Vater im Wald spazieren und regt sich tierisch über die Reaktion seiner Frau auf: „Und du würdest denken, dass sie, nachdem ich das Auto gewaschen, das Öl gewechselt, das Geschirr gespült und das Haus geputzt habe, versuchen würde, mir ein kleines bisschen Dankbarkeit zu zeigen. Aber sie tut es nicht! Tatsächlich behandelt sie mich, wenn ich heimkomme, wie einen Feind! Ich bin nicht einmal mehr willkommen in meinem eigenen Haus, Dad. Das ist es, was mich wirklich auf die Palme bringt! Dad, in den letzten drei Wochen habe ich mir für sie ein Bein ausgerissen. Ich habe versucht, zu zeigen, dass ich mich noch immer um diese Beziehung bemühe. Ich habe ihr Blumen gekauft, die sie weggeschmissen hat. Ich habe ihre Beleidigungen und ihren Sarkasmus eingesteckt, aber letzte Nacht war es zu viel. Ich habe ein Abendessen für sie gemacht. Ich habe alles gemacht, um ihr zu zeigen, dass sie mir noch immer wichtig ist, um ihr zu zeigen, dass sie es wert ist und sie hat mir ins Gesicht gespuckt! Sie verdient das nicht, Dad. Ich mache es nicht mehr! Wie soll ich jemandem meine Liebe immer und immer und immer wieder zeigen, der mich ständig abstößt?“

In diesem Moment lehnt sich Caleb´s Vater an ein Kreuz und antwortet: „Das ist eine gute Frage.“

Neben all denn Tipps und Tricks, die der Film für das Eheleben bietet, war dies für mich die Hauptaussage des Films und der Grund, wieso ich ihn jedem weiter empfehlen würde. Der Vater versucht hier seinem Sohn klar zu machen, dass Jesus derjenige ist, der ihm immer und immer und immer wieder seine Liebe zeigt, obwohl er ihn ständig abstößt. Caleb war ein typischer Agnostiker und genau in diesem Augenblick erfährt er die absolute Bekehrung. In dem Moment, in dem er seinen Vater am Kreuz stehen sieht und selbst ausspricht, was sich jeder Christ jeden Tag aufs Neue fragen sollte: Wie kann Gott uns jede Sekunde in unserem Leben mit Liebe tränken und überhäufen, wenn wir ihm zum Dank ins Gesicht spucken?

Das Schönste an diesem Film ist für mich also tatsächlich der Moment, in dem sich Caleb bekehrt. Es war eigentlich nur ein kurzer Augenblick. Man sieht es in seinen Augen, dass er sein Leben Gott geschenkt hatte, als er nur das Kreuz angesehen und diese Worte ausgesprochen hatte.

Um noch kurz auf meine persönlichen Kritikpunkte, die Ihr vielleicht überhaupt nicht unterschreiben werdet, zurückzukommen. Was mir an diesem Film gefehlt hat, war die Charakterisierung der Ehefrau, Catherine. Ich weiß, dass der Film sich auf die Wandlung von Caleb konzentriert, allerdings denke ich, dass, vor allem während der ersten Stunde des Filmes, Catherine fast als leer und emotionslos dargestellt wird. Zum Anderen gab es noch einen anderen Punkt, der mich als Zuschauer gestört hatte. Caleb´s bester Freund ist selbst praktizierender Christ und glücklich verheiratet. Als er später erzählt, dass er tatsächlich geschieden ist und seine aktuelle Frau eigentlich die zweite Frau in seinem Leben ist, musste ich kurz inne halten. „Fireproof“ betonte die ganze Zeit, dass eine Ehe unauflöslich ist und bis in den Tod andauert und dann erfahren die Zuschauer, dass der „Musterchrist“ des Filmes selbst geschieden und erneut verheiratet ist?! Wenn man sich aber an solchen „Details“ nicht stört, ist der Film eine wahre geistige Bereicherung und absolut empfehlenswert. Mein Urteil in Noten?

 

Schauspieler: 2 (es gab zwei sehr gute Szenen; der Rest war durchschnittlich)

Storyline: 2-3

Aussage: 1-2 (wegen dem geschiedenen Freund)

Musik: 2

Filmtechnik: 3

 

Insgesamt also: 2,2

 

Ein unvergessliches Erlebnis

Written by Julia C. on Mittwoch, 28 August 2013. Posted in Zeugnisse

WJT 2011 in Madrid

 

Schon seit Jahren freute ich mich auf diesen Tag- der Tag, an dem ich endlich auf meinen 1.Weltjugendtag fahren durfte. Davor war ich entweder zu jung oder das Treffen mit dem Papst war einfach am anderen Ende der Welt, doch nun war es so weit: Ich durfte mit meinen 15 Jahren auf den WJT nach Spanien, Madrid. Ich war mit einer kleinen Gruppe von Jugendlichen aus Carlsberg unterwegs, die sich dem Bistum Mainz angeschlossen hatte. Die schlechte Nachricht, dass wir nun doch nicht in Gastfamilien untergebracht werden, sondern in Turnhallen, machte die 10 Tage in Spanien noch mehr abenteuerlich. Voller Aufregung und offen auf alles, saß ich 17 Stunden im Bus. Mit jedem Kilometer, den wir hinter uns ließen, stieg meine Freude an. Die Ruhelosigkeit hatte im Gegensatz zur Autobahn freie Fahrt: Wir vertrieben uns die Zeit mit gemeinsamen Gesängen und letzten Endes sackten wir in unsere Sitze und schauten uns eine DVD an. Ehe die Morgendämmerung einbrach, erblickten wir aus unseren Fenstern; die ersten spanischen Landschaften. Und endlich waren wir da: Miranda de Ebro hieß die Stadt, in der wir unsere erste Nacht verbringen sollten. Von ausruhen und schlafen war erst einmal nicht die Rede. Auf „San Juan Monte“ begegneten wir zum ersten Mal anderen Kulturen. Die Franzosen, die uns sehr herzlich mit instrumental begleiteter Musik und ihren auffälligen roten Mützen begrüßten und das Gastland, das den kulturellen Nachmittag mit spanischen Tänzen und Kleidern und Gesängen gestaltet hatte. Das Essen, mit dem sie uns ebenfalls willkommen hießen, war allerdings auch wortwörtlich spanisch- Paella, also übersetzt Reis mit Meeresfrüchten. Während die Einen oder Anderen es genießten, saß ich da vor meinem Teller und seufzte, weil ich den Reis aufmerksam vom Rest trennte und jede Gabel auf Meeresfrüchte untersuchte. Am späten Nachmittag pilgerten wir gemeinsam mit den Franzosen hinunter in die Stadt, in deren Kirche wir total erschöpft und ausgepowert unsere erste heilige Messe feierten. Danach konnten wir uns mehr oder weniger auf die Unterkunft freuen. Statt „ Mama’s Hotel“ erwarteten uns Gemeinschaftsduschen mit kaltem Wasser, kein Strom auf der Toilette und einigen Insekten. Viele Freunde würden an dieser Stelle mit Sicherheit sagen, ich sei verrückt geworden, jedoch war es die Erfahrung wert, die mich lehrte das zu schätzen, was ich im Alltag für selbstverständlich hielt. Fit und erholt standen wir am nächsten Morgen mit hungrigen Mägen in der Schlange zu unserem Frühstück. Überraschenderweise gab es nur zwei Päckchen Kekse und ein Becher Milchpulver aufgelöst in Wasser, wie die nächsten zwei Tage und die restliche Woche auch.

Aber schnell hatte man sich an dieses Essen gewöhnt. Danach besichtigten wir die Stadt Miranda de Ebro mit ihren typisch spanischen Gassen. Dann hieß es auch schon wieder in eine andere Turnhalle umziehen. Wenn man unsere Anzahl der Umzüge innerhalb nur 10 Tagen betrachtet, wären wir im Buch der Rekorde. Jedoch waren die Zustände der Hallen immer besser, je näher man sich Madrid befand. Das Essen ebenfalls. In Burgos vor der Kathedrale trafen wir schon mehrere neue Gesichter auf einem Festival: aus Kanada, Belgien, Italien, Brasilien, Polen und noch viele andere. Doch eins teilten wir gemeinsam: die Freude auf den Papst. Wir feierten und lachten zusammen bis spät in die Nacht mit der musikalischen Unterstützung von verschiedenen Bands.

Gegen Mittag des nächsten Tages brachen wir nach Tielmes auf, ein kleines ruhiges Dorf nicht weit von Madrid. Freundliche und herzliche Menschen empfingen uns dort. Selbst der Bürgermeister organisierte uns einen freien Eintritt in deren Schwimmbad am Tag unserer Ankunft und besuchte uns in der Turnhalle. Auch in Schwierigkeiten, die uns hin und wieder jagten, half er uns heraus. Solchen warmherzigen Menschen wie ihm bin ich nur sehr selten begegnet. Mit Bus und Metro kamen wir täglich nach Madrid und ich war sehr aufgeregt, als ich zum ersten Mal aus der Metrostation an die Erdoberfläche kam. Kulturcrash würde es am besten beschreiben: eine pilgerüberfüllte Stadt aus allen Ecken der Erde. Die einzelnen Gruppen sangen, lernten andere Länder kennen und tauschten untereinander Kleinigkeiten aus. Man war einfach nur offen auf andere Menschen, ging auf sie zu und scheute sie nicht. Ich war von Anfang bis Ende begeistert! Wir besichtigten mehr oder weniger die Stadt, bereiteten uns auf den Papstbesuch vor, indem wir zu den täglichen Katechesen gingen und marschierten zu der Eröffnungsmesse mit ALLEN 1,7 Millionen Pilgern. Der Höhepunkt, das Treffen mit dem Papst in Quatros Vientos auf dem Flugplatz, war eine nasse aber trotzdem schöne Angelegenheit.

Aus der Hitze, während der man sich nach Wasser sehnte, entwickelten sich Unwetterwolken und Gott erhörte unser Anliegen-es regnete den ganzen späten Abend. So musste leider das Treffen mit dem Papst unterbrochen werden. Doch wir Pilger blieben stark und feierten auch im Regen weiter. Glücklicherweise hat es in der Nacht aufgehört zu regnen und wir konnten beruhigt wie Sardinen nebeneinander schlafen. Morgens um sechs wurden dann die meisten mit einer vermissten Durchsage geweckt. Zu Beginn der heiligen Messe stand ich mit einigen anderen Pilgern am Rand der Sektore und hofften, den Papst dort vorbeifahren zusehen. Vergeblich- ich sah nur einen geringen Teil des Papamobiles. Nach der Messe hieß es dann Sachen zusammenpacken und los. Doch leichter gesagt als getan: Die ganze Menschenmasse bewegte sich nur millimeterweise. Daraus folgte, dass wir Stunden brauchten, um zu unseren Bussen zu kommen und um wieder zurück nach Deutschland zu fahren.

Das, was mein Leben neu würfelte, möchte ich noch erzählen: Es war ein Mittwoch, das weiß ich noch ganz genau: Wir planten einen entspannenden Abend auf einem mexikanischen Konzert. Hat sehr viel Spaß gemacht und auch dort lernte man neue Menschen kennen und ich schloss sogar Freundschaften. Als es so langsam dunkel wurde, beschlossen wir zurück in unsere Unterkunft zu fahren. Die Standardstrecke: Metro- Bus. Während wir umsteigen wollten, bemerkten wir, dass einige Polizisten nach dem Rechten schauten und sperrten auch den Ausgang ab. Zum Glück ließen sie uns weiter umsteigen und gaben uns den Satz „ Ihr dürft nicht raus, oben herrschen Aufstände. Es ist gefährlich!“ mit auf den Weg. Wir gehorchten und gingen weiter, jedoch nicht mehr gelassen und bewahrten die Ruhe - außer ich. Ich machte mir keinen Kopf darum und dachte mir nur „Leute, so schlimm kann’s doch nicht sein“. Ich war mir unbewusst dem, was auf uns zukam. Proteste und Demonstrationen sah ich im Fernsehen, habe es mir aber nie so schlimm vorgestellt. Als wir nun dem Tunnel zur nächsten Metro folgten, wurden wir wieder neben einer breiten, relativ langen Treppe aufgehalten, die an die Oberfläche führte. Es hieß, die Metros fahren wegen der Demo nicht mehr und wir müssten raus. So steckten wir für einen Moment an der Station „Sol“ fest und überlegten uns, wie wir weiter vorgingen. Währenddessen stopfte ich meine Sache in den Rucksack hinein mit dem Blick zur Treppe, wo man schon Geschreie hörte und ab dann bekam auch ich weiche Knie. Wir waren alleine, keine andere Gruppe war mehr da. Dann war es so weit: tief durchatmen, Ruhe bewahren, eine Kette bilden und raus gehen. Uns holten zwei, drei Pilger ein, die froh und munter weitersangen beim Hinausgehen. Dies machte die Demonstranten noch aggressiver und das unbeschreibliche, unwohle Gefühl in jedem von uns stieg an. Wir gingen Stufe für Stufe zügig hoch. In diesem Moment fühlte ich mich, als ginge ich meinen eigenen Kreuzweg- wir wurden beleidigt, bespritzt mit Wasser von den hasserfüllten Menschen, die um die Metrostation standen und einen langen engen Weg uns bannten. Zusätzlich gedemütigt von dem ganzen Blitzgewitter und den nahen Gesichtsaufnahmen durch Fotografen. Für einen kurzen Augenblick wandte ich meinen Blick zur Seite und konnte den Teufel in Person in deren Gesichtern sehen, die mit dem Finger auf uns zeigten. Ich ging reflexmäßig zur Seite als ich wahrnahm, dass zwei von ihnen auf mich losgehen wollten. Glücklicherweise stand die Polizei dort, die eine Kette vor den Demonstranten bildeten. Wir senkten den Kopf. Eine Stimme sagte nur „Ich führ euch hier ein Stück raus!“. Simon von Cyrene verkörpert im Polizisten ging an unsere Gruppenspitze. Vor Angst und Panik fing ich an zu weinen. Ich war nicht die einzige. Vor Angst um meine Schwester, die ich fest an der Hand hielt. Auf einmal spürte ich das Gefühl ganz stark, ich sei in einer Art Schutzhülle und jemand würde mich an der Schulter fassen und sagen „Ich bin bei dir, alles wird gut. Vertrau mir“. Dies gab mir die Kraft den Weg zu überstehen. Wir irrten stundenlang in Madrid herum und machten Umwege, fragten nach einem Weg, bis wir schließlich am Stadtende eine Metro fanden. Die Station war überfüllt und wir hatten keine Chance die vorletzte Metro zu kriegen, in der schon Pilger saßen. Wir zweifelten sogar daran die letzte noch zu bekommen und dachten wir müssten die Nacht dort verbringen. Eine Pilgergruppe aus der Schweiz näherte sich den wartenden Pilgern und sie sangen unterwegs ein sehr bekanntes „Halleluja“. Die gesamte Station stimmte mit ein und in diesem Augenblick fuhr eine komplett leere Metro vor wie bestellt. Wir konnten es kaum glauben und quetschten uns alle hinein, damit jeder rein passte. Einige Pilger wussten von der Demonstration gegen den Papst nichts, was mich sehr wunderte. Es schweißte unsere Gruppe für die restliche Woche sehr zusammen. Wir waren wie eine kleine Familie geworden! Und das Motto des Weltjugendtages: „ In Ihm verwurzelt und auf Ihn gegründet, fest im Glauben“ ( Kol 2,7) passte zu dem erfahrungsreichen Abend sehr gut. Aber das war das größte Zeugnis, was man über seinen Glauben geben konnte und kann! Darauf bin ich stolz! Dieser Abend hat mir noch mehr Mut gegeben, offen über meinen Glauben zu sprechen und sich zu ihm zu bekennen, ganz egal was meine Mitmenschen über mich denken. Er veränderte mein Leben. Es war mein erster und bestimmt nicht der letzte Weltjugendtag. Ich danke Gott für diese erfahrungsreiche Woche über meinen Glauben und meinen Eltern, die es mir möglich gemacht haben, daran teilzunehmen. Adios Amigos!

 

„Die Kirche ist lebendig! Die Kirche ist jung!“

on Montag, 26 August 2013. Posted in Zeugnisse

Kasias Erlebnisse in Rio de Janeiro

„Die Kirche ist lebendig! Die Kirche ist jung!“

„Geht hin und macht zu Jüngern alle Völker der Erde“ Mt 28,19. Dies war das Motto der 28. Weltjugendtage, welche dieses Jahr in Rio de Janeiro stattgefunden haben.
Schätzungen zufolge waren 2500 deutsche Pilger zugegen. Sie waren Teil der 1,2 Millionen Besucher, die bei der Willkommensfeier mit dem Papst dabei gewesen sind.
Noch mehr Menschen nahmen am Kreuzweg teil: etwa 2 Millionen. Man geht davon aus, dass nach der Vigilfeier, 1 Million Pilger auf der Copacabana übernachtet haben und 3,7 Millionen Menschen an der Abschlussmesse teilgenommen haben. Nur in Manila im Jahre 1995 waren es mehr.
175 Nationen waren bei den WJT vertreten. Die meisten Pilger kamen aus dem Gastgeberland selbst, gefolgt von Argentiniern, US-Amerikanern, Chilenen, Italienern, Franzosen, Paraguayern, Peruanern und Mexikanern.
Knapp eine halbe Million Menschen waren Dauerteilnehmer, darunter 7.814 Priester und 644 Bischöfe, davon 28 Kardinäle.

So weit die Fakten. Aber es gab zahlreiche Ereignisse, die man nicht in Zahlen und Größen erfassen kann. Zum Beispiel die unglaubliche Herzlichkeit der Brasilianer.
Mit keiner Statistik kann genau geklärt werden, wie viele Brasilianer ihre Türen für die Pilger geöffnet haben. Nirgendwo wird erwähnt, dass mich eine brasilianische Familie hat bei sich Zuhause übernachten lassen, nachdem ich 7 Stunden auf mein Pilgerpaket gewartet habe und keine Möglichkeit mehr hatte in meine vorgeschriebene Unterkunft zu fahren.
Es hat auch niemand gezählt, wie viele Fotos während dieser WJT gemacht wurden. Bilder, auf denen Menschen, die sich eben erst kennengelernt haben, lächelnd in die Kamera schauen; Gruppenfotos, bei denen sich die Pilger mit Nationalflaggen ausgerüstet vor die Kamera drängen; Einzelbilder mit der Christo Redentor-Statue, dem Wahrzeichen der Stadt... .

 

Keiner weiß genau wie viele Messen gehalten wurden. Die offiziellen Gottesdienste, wie die Abschlussmesse mit dem Papst, wurden natürlich vermerkt. Aber die spontanen Messen in Parks, auf diversen Plätzen oder am Strand kann niemand zählen.
Für immer ein Geheimnis bleibt auch, wie viele Scheiben Zwieback gegessen wurden. Diese werden in Brasilien gerne als Alternative zum Brot gegessen und fanden sich auch in den Pilgerfrühstückspaketen (allein im Essenspaket für die letzten beiden Tage fanden sich 12 Scheiben).
Nur Gott vermag zu wissen, wie viele Herzen während der Weltjugendtage berührt wurden, wie viel Freude sie geschaffen haben, wie viele Freundschaften geknüpft wurden oder wie viel ein jeder aus diesen Tagen für sich mitgenommen hat.
Ich habe sehr viel mitgenommen, nicht nur im wörtlichen Sinne, in Form von verschiedenen Geschenken und Kleinigkeiten, die ich geschenkt bekommen bzw. getauscht habe. Nein, ich habe eine innere Freude und Zuversicht mitnehmen dürfen, die mich erfüllt hat und bis heute erfüllt.


Auf der Copacabana riefen die Jugendlichen: „A igreja é viva! A igreja é jovem!“ - „Die Kirche ist lebendig! Die Kirche ist jung!“ Und das durfte ich erleben: Ich habe gesehen und gespürt, dass die Menschen, und vor allem die Jugendlichen, sich zu Christus bekennen und ihren Glauben als ein zentrales Element ihres Lebens betrachten.
So lasst uns alle gemeinsam hinausgehen und alle Völker zu Seinen Jüngern machen (vgl. Mt 28,19) und 2016 in Kraków wieder zusammen kommen, um ein weiteres Fest des Glaubens zu feiern.

Sarah´s Pilgerreise

Written by Sarah on Samstag, 17 August 2013. Posted in Zeugnisse

Wieso sollte man sich so etwas antun?!

9 Tage lang in der Hitze laufen, kein Dach über dem Kopf, geschweige denn eine gescheite Mahlzeit. Warum sollte sich das jemand freiwillig antun? Was denkt man sich dabei, daran teilzunehmen? Das habe ich mir gedacht, als ich nach dem ersten Tag meiner Pilgerreise 30 km hinter mir hatte. Doch war ich bereits mitten im Geschehen der jährlichen Pilgerreise in Polen von Warschau nach Tschenstochau.

Jeder Tag beginnt um 4:30,nach einer Übernachtung im Zelt. Alle Zelte werden abgebaut und um 6:00 laufen wir los. Im Laufe des Tages wird eine heilige Messe gefeiert, welche jedoch aufgrund des Schlafmangels schwer zu verfolgen ist. Die Pausen sind kurz und sobald man das Gefühl hat, gerade halbwegs mit Nutella- und Pastetenbroten statt geworden zu sein, ist auch schon der Ausruf „die schwarze Gruppe geht!!!!!!“ zu hören.       Glücklicherweise begegnen wir im Laufe des Tages immer Bewohnern am Straßenrand, welche Brote, Obst, Wasser und Kuchen verteilen. Doch ist das keine Selbstverständlichkeit und die Herzlichkeit und Fürsorge der Menschen ist jedes Mal ein neuer Kraftspender! Wenn wir erschöpft und voller Zerrungen, Blasen und Muskelkater gegen 18:00 in Gärten weiterer netten Menschen unsere Zelte aufschlagen, sind wir uns unserer Privilegien noch immer bewusst und eine Gieskannendusche ist alles, wonach man sich sehnt. Dass das Wasser eisig ist und alle einem bei dieser Dusche zuschauen ist nebensächlich. Meine Gruppe organisiert jeden Abend ein der Bedürfnissen angepasstes Abendessen aus Würstchen, Instantsuppen oder Raritäten wie frischen Eiern oder Milch vom Bauernhof, auf dem wir rasten, was vor allem gesellschaftlich einen Höhepunkt darstellt. Somit sind die Schmerzen schnell vergessen. Außerdem wird alles brüderlich geteilt. Angefangen beim Brotaufstrich, jedem kostbarem Schluck Wasser, Socken und Schuhen oder allgemein der Zeit, denn eine freie Minute hat hier keiner mehr. Doch spätestens am nächsten Morgen, wenn die Sonne gerade aufgeht, man wegen des Taus durchnässt ist, friert und mit dem Wissen aufstehen muss, einen weiteren harten Tag vor sich zu haben, ist die Stimmung eher mäßig. Also zurück zu meiner ursprünglichen Frage: Warum tue ich mir so etwas an? Ich kann die Frage noch immer nicht klar beantworten, aber ich weiß, ich will nächstes Jahr wieder pilgern. Denn jedes Mal, wenn ich nicht mehr konnte, hatte ich eine Intention, für die ich meinen Weg opfern konnte. Ich habe gemerkt, dass ich sehr viel mehr erreichen kann als ich mir zutraue. Ich habe ein inniges Verhältnis mit der Natur geknüpft und ich schätze nun jedes Stück Fleisch, jede Minute, welche ich allein in der Kapelle sitze oder einfach das sichere Gefühl, während eines Gewitters, ein Dach über dem Kopf zu haben. Ich könnte noch eine Menge weiterer nennenswerter Gründe nennen, doch eine Pilgerreise ist für jeden ein ganz individuelles und persönliches Erlebnis, also überzeugt euch selbst ;).

 

 

 

 

Erste Randale in Rio

on Dienstag, 23 Juli 2013.

Einigen von uns kommt es noch vor wie gestern, als in Madrid 2011 die Demonstrationen der Papst-Gegner während des WJT losgingen. 

Es war beängstigend, ernüchternd, aufwühlend und unglaublich schockierend, mit welchem Hass und welcher Wut die Papst-Gegner vor zwei Jahren in Madrid protestiert hatten. 

Umso gespannter sind wir nun also auf den diesjährigen WJT in Rio de Janeiro. Wie werden die Menschen auf Papst Franziskus reagieren? Wird es wieder Demonstrationen geben? Wird hoffentlich alles friedlich verlaufen? 

Bisher wurde der Papst mit freudiger Erwartung aufgenommen und die Jugendlichen schienen allesamt begeistert gewesen zu sein. 

Dennoch gab es auch schon Protestaktionen gegen den Papst. Mehrere Hundert Menschen aus verschiedenen Organisationen hatten gegen den Papst sowie den Einfluss der Kirche ihre Stimmen erhoben. Leider ist es auch schon zu körperlichen Konfrontationen zwischen der Polizei und einem Protestanten gekommen vor dem Palácio Guanabara, wo Papst Franziskus kurz zuvor eine Ansprache gehalten hatte. 

Lasst uns hoffen und dafür beten, dass es keine weiteren körperlichen Auseinandersetzungen und Randale in Rio geben wird! 

 

Quellen: 
http://www.katholisch.de/de/katholisch/themen/kirche_2/130723_papst_ankunft_rio.php

WJT History

Written by Julia I. on Montag, 22 Juli 2013.

Was Du über die Entstehung des WJT wissen solltest!

 

Der Weltjugendtag ist ein Pilgerweg junger Menschen und ein Fest der Begegnung und Solidarität. Eingeladen ist die Jugend der ganzen Welt. Ziel des Weltjugendtags ist es, das Hauptanliegen des Pontifikats von Johannes Paul II. zu verfolgen: die Neuevangelisierung, die auch die Jugendlichen erreichen soll. Mit den Weltjugendtagen erhalten junge Menschen die Chance, das „junge und aktuelle Geheimnis der Kirche“ im gemeinschaftlichen Erlebnis von Wallfahrt, Gebet und Gottesdienst zu entdecken.

Über die Geschichte der Weltjugendtage haben sich verschiedene Formen der Begegnung entwickelt, die Spiritualität und Gemeinschaft erlebbar machen. Neben den großen Messfeiern mit bis zu 800.000 Teilnehmern gibt es zahlreiche kleinere, dezentrale Angebote. So wird die Vielfalt der Weltkirche auch in den Katechesen sichtbar, die von Bischöfen und Jugendlichen aus aller Welt in ihren jeweiligen Landessprachen gefeiert werden. Im Jugendfestival vereinen sich Freude und Begegnung mit Musik, Theater, Tanz und mehr.

Einladende und Eingeladene sollen so gleichermaßen vom Weltjugendtag profitieren: „Die Kirche hat der Jugend viel zu sagen, und die Jugend hat der Kirche viel zu sagen. Dieser gegenseitige Dialog muss offenherzig, klar und mutig sein. Er fördert die Begegnung und den Austausch zwischen den Generationen und wird für Kirche und Gesellschaft Quelle des Reichtums und des Jungseins.”

(Papst Johannes Paul II.)

Dazu noch ein tolles Video über die Geschichte der Weltjugendtage:

http://www.youtube.com/watch?v=CVIesM41Z0c

 

Quellen: 
http://www.weltjugendtag.de/was-ist-ein-wjt/index.html

"Und vor dem Thron war etwas wie ein gläsernes Meer, gleich Kristall"

Written by Sara on Mittwoch, 17 Juli 2013.

Vor einiger Zeit wollte ich mal einen Lernortswechsel vornehmen und habe mich auf mein Fahrrad gesetzt, um zum nächstgelegenen Baggersee zu fahren. Was eigentlich ein stinknormaler Fahrradausflug sein sollte, wurde zu einer Stunde intensiver Anbetung und Bewunderung Gottes. Wie das gehen kann? ;-) 

Tatsächlich war ich mit geringen Erwartungen und Prüfungszeug im Kopf los geradelt und wollte einfach mal ein wenig frische Luft schnappen. Was mir dann tatsächlich begegnete, haute mich komplett um. 

Es war, wie in den letzten Wochen öfter, ziemlich heiß draußen. Dennoch war es nicht unangenehm, da der Wind eine schöne Abkühlung war. Ich fuhr also so durch die Felder und versuchte den richtigen Weg zum Baggersee zu finden, als es mich plötzlich traf. Die Erkenntnis. Die Erkenntnis, dass Gott jetzt gerade hier mit mir war. Ich brauchte mich nur umzusehen. Der Duft von Gras und Blumen, die strahlende Sonne und der angenehm kühle Wind, der strahlend blaue Himmel und die Vögel, die zwitscherten. In all dem ist Gott anwesend. Es ist Gottes Schöpfung und er hält es uns vor, um uns immer wieder in Erinnerung zu rufen, wie wunderschön und prachtvoll alles ist, was er geschaffen hat. 

Als ich an diesem Fluss vorbei fuhr, musste ich einfach halten, vom Rad absteigen und mich auf die Steine am Flussufer setzen, um den Ausblick einfach vollkommen genießen zu können. Als ich da so saß, ist mir eine Stelle aus der Bibel in den Sinn gekommen: 

"Sogleich wurde ich vom Geist ergriffen. Und ich sah: Ein Thron stand im Himmel; auf dem Thron saß einer, der wie ein Jaspis und ein Karneol aussah. Und über dem Thron wölbte sich ein Regenbogen, der wie ein Smaragd aussah. Und rings um den Thron standen vierundzwanzig Throne und auf den Thronen saßen vierundzwanzig Älteste in weißen Gewändern und mit goldenen Kränzen auf dem Haupt. Von dem Thron gingen Blitze, Stimmen und Donner aus. Und sieben lodernde Fackeln brannten vor dem Thron; das sind die sieben Geister Gottes. Und vor dem Thron war etwas wie ein gläsernes Meer, gleich Kristall." (Offenbarung 4, 2-6) 

Gott ist Schönheit. Absolute, reine und wundervolle Schönheit. Und alles, was er geschaffen hat, spiegelt seine unendliche Schönheit wider. 

Und so ist aus einem Ausflug zum See ein Gebet geworden. :) 

Tag 6: Fleiß

Written by Sara on Dienstag, 16 Juli 2013. Posted in Challenge

oder: Wieso ich nicht zum Bloggen komme :)

Tag 6: Fleiß

Fleiß. Phuu. Das ist so eine Sache. Wer von uns würde schon je von sich behaupten, fleißig zu sein? Im Gegenteil, ich habe das Gefühl, dass man nie "fleißig genug" sein kann. Wisst ihr, was ich meine? Ich habe eine Freundin, die schon seit Wochen jeden Morgen früh aufsteht und ohne zu essen oder einen Kaffee zu trinken, sich an den Schreibtisch setzt und lernt. Als ich das von einer ihrer Mitbewohnerinnen gehört habe, nagte an mir schon ziemlich das schlechte Gewissen. Ich stecke selbst in der Prüfungsphase, aber sich das Frühstück oder den Kaffee zu entsagen? Nicht zu schlafen? Sich nicht mal eine kurze Pause zu gönnen? Kurz darauf habe ich mit der Freundin selbst gesprochen und ihr erzählt, wie sehr ich sie für ihren Fleiß bewundere. Sie hat mich überrascht angeschaut und total verzweifelt ausgerufen, dass sie total faul sei und nichts schafft und dass sie MICH und MEINEN Fleiß bewundere. Okay, stopp. Ich - fleißig? Zeitdruck vor einer Prüfung setzt bei mir für gewöhnlich viel zu spät ein und dann sogar würde ich mir den Kaffee nicht entsagen! Wisst ihr nun was ich meine? Man selbst findet sich nie fleißig genug. Man denkt, dass man immer mehr und mehr und mehr und noch mehr kann. 

Benjamin Franklin sagt über Fleiß, dass man sich alle unnützen Tätigkeiten entsagen soll. Das macht mich ein wenig stutzig. Ist es das, was Gott will? Dass wir kleine Arbeitstiere hier auf der Welt sind und fleißig arbeiten, schuften und am Ende unserer Lebenstage kraftlos im Sterbebett liegen? Ich hoffe doch nicht. 

Die Frage ist dann allerdings, wie sich eine unnütze Tätigkeit überhaupt definiert. Wenn ich mich mit Freunden zusammensetze und einen Film anschaue, ist das dann eine unnütze Tätigkeit? Der Nutzen wäre doch der, dass ich meine zwischenmenschlichen Kontakte und Beziehungen pflege. Wir lachen zusammen, reden miteinander und teilen etwas. Definitiv nicht unnütz. Wenn ich mich alleine in meinem Zimmer hinsetze und dort einen Film anschaue. Ist das dann unnütz? Nun ja, der Film könnte mich gewissermaßen weiterbilden oder mir zumindest Gesprächsstoff für die nächste Zugfahrt bieten. So gesehen kann man alles bis ins kleinste Detail analysieren und überall einen Nutzen finden. 

Was meiner Meinung nach wichtig ist, ist dass wir uns ernsthafte Gedanken machen, ob das, was wir tun irgendeinen Nutzen für die Gesellschaft und unsere Mitmenschen hat. Können wir dann noch mit ruhigem Gewissen wochenlang Party machen, Geld aus dem Fenster schmeißen oder unsere Bildung vernachlässigen, wenn wir vor Augen haben, dass es Menschen auf dieser Welt gibt, die keinen Cent haben, die hungern, die keinen Zugang zur Bildung haben? Dass es selbst in unserer wohlhabenden Gesellschaft so viel zu ändern gibt. Dass es Kinder und Jugendliche in unserem Umfeld gibt, die vernachlässigt werden, die noch nie etwas von Christus gehört haben und die gerade auf dem falschen Weg sind? 

Halten wir uns das vor Augen, sollte das mit dem Fleiß ja gar nicht so schwierig sein. Wenn das nur so einfach wäre mit dem Fleiß ... ;-) 

XI. Polnisches Jugendtreffen in Concordia

Written by Sarah on Samstag, 13 Juli 2013. Posted in Zeugnisse

Jedes Jahr im Juni findet in Concordia das polnisch-deutsche Jugendtreffen statt, zu welchem aber auch herzlich Familien und ganze Gemeinden eingeladen sind. Auch in diesem Jahr waren Städte von München bis Berlin vertreten, welche sich stolz mit ihren Flaggen auf der Bühne präsentierten während die restlichen Gäste auf einer großen Wiese saßen und sich an dem Schauspiel und der Musik verschiedener Kirchenbands erfreuten. Zum Programm gehörten jedoch nicht nur die Vorführungen der teilnehmenden Gemeinden, sondern steht natürlich das gemeinsame Beten im Vordergrund; unter anderem der Barmherzigkeitsrosenkranz, welcher freudig von der Lednica-Band „Siewcy Lednicy“ begleitet wird, Katechesen, Beichtgelegenheiten und natürlich der Höhepunkt - die Heilige Messe und die Anbetung am Ende.

Ich selber gehöre der Gruppe „SFM Emaus“ an, welche die Treffen seit einigen Jahren zustande bringt und sich alle 6 Wochen trifft, zusammen betet, singt und lacht. Die leitende Idee der Gruppe war es „das Treffen das ganze Jahr über stattfinden zu lassen“, so der Organisator des Treffens und der Gruppe P. Bogdan. Unsere Aufgaben beim polnischen Jugendtreffen sind sehr vielseitig. Vom Lesen während der Heiligen Messe bis zum Verteilen und Halten von Kerzen ist alles dabei. Das klingt tatsächlich nicht sonderlich anspruchsvoll, doch sind Aufgaben wie das Zurechtweisen von falschparkenden Teilnehmern manchmal recht schweißtreibend, wenn diese darauf bestehen „wie jedes Jahr dort, und nirgends anders parken zu wollen“ und auf das Gelände fahren, auf dem gerade Essen verteilt wird ... Doch ist das Organisieren eines so großen Treffens mehr eine Ehre als Pflicht, denn sie ermöglicht einen freudigen, Christus-erfüllten Tag, an den sich jeder gerne zurück erinnert.
Ich hatte dieses Jahr das Glück die Anbetung musikalisch mitzugestalten. Das war eine ziemlich spontane Angelegenheit, da die Mitwirkenden, ebenfalls aus dem Team „SFM Emaus“, in Deutschland zerstreut wohnen und Übungsmöglichkeiten gering sind. Letztendlich war die Anbetung jedoch für jeden persönlich, trotz oder gerade wegen des plötzlichen Regens, eine gute Möglichkeit zu beten.
Abschließend möchte ich also jeden einladen in den nächsten Jahren am polnischen Jugendtreffen in Concordia teilzunehmen. Es ist jedes Jahr ein geistlich vielseitiges Erlebnis und für jeden persönlich anders. „Ich bekenne mich zu Christus!“ 

Tag 5: Sparsamkeit

Written by Robert, Sara on Donnerstag, 11 Juli 2013. Posted in Challenge

Tag 5: Sparsamkeit 

Der Sparsamkeits-Tag ist zwar nun schon ein paar Tage zurück, aber wie das die meisten ja aus den stressigen Prüfungsphasen kennen, kommt man besonders zur Zeit zu nichts. ;) Daher erstmal verspätet eine kleine Erörterung zum Thema Sparsamkeit. 

Ich habe mir das Thema "Sparsamkeit" einige Zeit lang durch den Kopf gehen lassen und muss zugeben, dass es ein Thema ist, bei dem ich mich gerne ein wenig besser auskennen würde; zumindest in Bezug auf das Christsein. Also habe ich Robert ein wenig um Rat geben, mir bei diesem Blogeintrag zu helfen. Somit bin ich auf einen Artikel von Robert Rahm gestoßen, der sich stark mit dem Thema "Umgang mit Geld aus der Sicht eines Christen" beschäftigt. 

Das erste, was sich, denke ich, festhalten lässt, ist, dass "wenn Jesus der Herr meines Lebens ist, dann wird uns das Geld zum Segen, weil wir damit dienen können. Wenn das Geld der Herr ist, dann werden wir zu Sklaven des Geldes.". Klingt simpel, ist es aber nicht immer. Wieso sollte ich als Christ darauf aufpassen, wofür ich mein Geld ausgebe? Wenn ich es mit ehrlicher Arbeit verdient habe, darf ich mir doch sicherlich mal auch was gönnen solange ich den Bedürftigen auch ab und an helfe. Stimmt sicherlich, aber dann muss man sich fragen: Will Gott das von uns? Ein "durchschnittliches" Leben als Christ? Will Gott, dass wir jemand sind, der seine "Pflicht" an der Gesellschaft erledigt und mit dem Rest sein eigenes Leben schön gestaltet? Wollen WIR das? 

Der Satz wurde bestimmt schon unendlich oft gesprochen oder geschrieben, aber dennoch möchte ich ihn an dieser Stelle noch einmal erwähnen: Geld ist nicht alles. Mit Geld kann man sich keine Freude, keine Liebe, keine Schönheit und auch keine Gesundheit kaufen. Geld ist vielleicht eine große Unterstützung in gewissen Bereichen, wie zum Beispiel, wenn es um die eigene Gesundheit geht. Aber wie Jesus selbst sagt: "Seht euch die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht, sie ernten nicht und sammeln keine Vorräte in Scheunen; euer himmlischer Vater ernährt sie. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie? Wer von euch kann mit all seiner Sorge sein Leben auch nur um eine kleine Zeitspanne verlängern?" in Matthäus 6, 26f. Wieso dann sparen? Meine persönliche Überzeugung ist, dass das Ausgeben von Geld uns tatsächlich abhängiger von eben diesem Geld macht als das Einsparen. Und ich möchte doch schließlich von nichts abhängig sein außer von Gott. Wenn Geld und Besitz unser Gott ist, dann besteht die Gefahr, geizig zu werden. Und Geiz ist die Wurzel alles Übels. Sie gefährdet und zerstört Ehe und Familie und alle Beziehungen, die wir haben. Geiz ist eine Gefahr für uns Christen, weil Christen meist sparsam aufwachsen. Von Sparsamkeit zum Geiz ist nur ein kleiner Schritt. Es gibt viele Christen, die einerseits großzügig spenden und mit sich selbst und mit den Mitmenschen geizig sind. 

Für alle Interessierten an der Frage, was die Bibel denn zum Umgang mit Geld sagt: schaut mal HIER vorbei. Wusstet ihr zum Beispiel, dass das Geld ca. 10x öfter in der Bibel angesprochen wird als der Begriff "Glaube"? 

Bis bald, wenn es dann um den Fleiß geht. :) 

 

Quellen: 
http://www.gemeindenetzwerk.org/?p=2351

Tag 3&4: Ordnung & Entschlossenheit

Written by Sara on Mittwoch, 03 Juli 2013. Posted in Challenge

Tag 3 & 4 der Benjamin-Franklin-Challenge musste ich leider zwei Tage nach hinten verschieben, da ich am Wochenende unterwegs war und die Tugend "Ordnung" weniger Sinn machte. Am Sonntag dagegen wusste ich einfach nicht mehr, welche Tugend an der Reihe war und hatte auch keine Möglichkeit, nachzuschauen ... Daher waren Ordnung & Entschlossenheit eben erst am Montag und am Dienstag dran. :) 

Tag 3: Ordnung 

Ich denke, dass das mit der Ordnung recht einfach und auch schnell  zu erklären ist. Wieso man als Christ ordentlich sein sollte? Ganz einfach. Bin ich unordentlich, habe ich ein Chaos in meinem Zimmer zum Beispiel, achte ich zum einen meine "Sachen" nicht und zum anderen ist es ein Zeugnis meiner Faulheit.

Wieso das "achten der eigenen Sachen" wichtig ist? Nun, ich denke mir, dass nichts im Leben umsonst ist (zumindest keine materiellen Dinge) und dass all das, was wir besitzen einen gewissen Wert hat: Zeit, Mühe, Aufwand. All das resultierte zwar in Geld, aber tatsächlich kostet uns eine neue Jeans mehr als nur die 30€, die wir dafür ausgeben. Ist es unser eigenes Geld, das wir selbst verdient haben, merken wir dieses "Gewicht" viel stärker. Man weiß ganz genau, wie viel Anstrengung diese Jeans einen gefordert hat. Wenn man sich etwas nicht vom eigenen Geld kauft, sollte man es eigentlich noch mehr achten. Denk mal an das vierte Gebot: "Du sollst Deinen Vater und Deine Mutter ehren.". Ist es kein Verstoß gegen dieses Gebot, wenn ich den MP3-Player, den sie mir geschenkt haben, ungeachtet in die Ecke schmeiße und "nicht achte"? 

Zum einen also hat Ordnung etwas mit der Achtung vor Arbeit, anderen Menschen und Anstrengung zu tun. Zum Anderen aber bedeutet "Unordnung" in vielen Fällen doch eben Faulheit. Und Faulheit ist nicht gut, wie wir alle wissen. ;-) 

Generell kann ich persönlich dieser dritten Tugend von Benjamin Franklin trotzdem nicht so viel Priorität beimessen wie manch anderen Tugenden. Ordnung ist wichtig. Ordnung zeigt, dass ich nicht faul bin und meine materiellen Dinge achte und schätze. Gleichzeitig denke ich aber nicht, dass man Gott unbedingt etwas Böses tut, wenn man mal eine Zeit lang nicht aufräumt, weil man zum Beispiel wirklich keine Zeit hat. Ich hoffe es  zumindest, denn im Moment steht das Aufräumen bei mir ganz hinten an ... ;-) 

Dennoch habe ich den Montag als Anlass gesehen, um mal ein wenig Ordnung in meinem Leben zu schaffen. Daher musste mein Zimmer daran glauben und das WG-Bad, das ich sowieso aufräumen sollte. Somit ein ganz gelungener, ordentlicher Tag.  

Tag 4: Entschlossenheit 

Nun, ich muss zugeben, dass Entschlossenheit in meinem Leben gerade sowieso eine große Rolle spielt und ich gestern nicht besonders viel "mehr" diesbezüglich unternommen hatte. Vielleicht war meine Motivation einfach ein wenig größer ... 

Benjamin Franklin sagt: "Nimm Dir vor, durchzuführen, was du musst; vollführe unfehlbar, was Du Dir vornimmst." 

Und da kommt schon das erste Problem auf. Unfehlbar? Wer ist denn bitte unfehlbar? Ich sicherlich nicht und bestimmt auch kein anderer meiner Mitmenschen ... 

In dieser Aussage Franklins scheint wohl sein amerikanischer Ehrgeiz durchzuscheinen, denn Unfehlbarkeit ist einfach unmöglich. Andererseits aber ist es genau das, wozu uns Gott aufruft, nicht? Christ sein. Heilig sein. So wie Jesus zu leben. Das bedeutet leider nicht, dass wir das sind, aber dass wir danach streben sollten. Und in diesem Zusammenhang hat Benjamin Franklin vielleicht doch noch recht: Wenn Du etwas anpackst und Dich entschließt, etwas zu tun, dann zieh das auch, so gut wie Du nur kannst, durch. Gib immer 100%, wenn Du Dir etwas vornimmst. 

Ich weiß ... leichter gesagt, als getan ... ;-) 

Aber ist es nicht das, was Gott von uns möchte? Dass wir uns fordern? Dass wir viel von uns erwarten? Dass wir immer nach dem Besseren, dem Heiligen, streben?  

Lasst uns dabei nur nicht das Wesentliche im Leben vergessen ... ;-) 

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Heute im Programm: Sparsamkeit. Ohje ....

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