logotype
img1
img2
img3
img4
img5

Der Eucharistische Kongress

Written by Diana, Katharina, Marcelina on Montag, 01 Juli 2013. Posted in Zeugnisse

Das Zeugnis dreier Helferinnen

Der Eucharistische Kongress

Gott lädt ein

Auf den ersten Blick ist es wohl gar nicht so einfach zu wissen was man sich unter einem "Eucharistischen Kongress" vorzustellen hat. "Die Feier der Eucharistie ist die Mitte unseres Glaubens und unserer Kirche.“ Folgt man diesem Zitat, so kommt man der Sache schon ein wenig näher. Ausgehend von dieser Tatsache, war es ein sehr freudiges Ereignis, dass man sich zu solch einem Kongress entschlossen hat. Ziel war nichts anderes als die gemeinsame Auseinandersetzung mit der Eucharistie und geht man noch einen Schritt weiter, so war es Gott selbst der durch die Veranstalter dazu eingeladen hat sich mit dem Thema der Eucharistie auseinanderzusetzen. Die Eucharistie ist schließlich der Ort, wie es das eben genannte Zitat sagt, an dem wir Gott so direkt wie sonst nirgendwo begegnen und antreffen. Aus dem Glauben an diese so leibhaftige Begegnung heraus, den wir mit vielen Menschen teilen, konnte die Auseinandersetzung mit der Eucharistie auf viele verschiedene Art und Weisen bei einem Kongress zu einem großen Fest des Glaubens werden, so wie auch jede Feier der Eucharistie eine Feier des Glaubens ist. 
An vielen Orten in der Stadt hat man sich also auf die verschiedensten Art und Weisen mit dem Thema der Eucharistie auseinandergesetzt und damit ein gemeinsames Zeichen des Glaubens auch für die Stadt gesetzt. 
Auch uns hat es gereizt an diesem Ereignis der Kirche teilzunehmen, da wir uns als deren Teil sehen. Es ist eine große und sehr schöne Besonderheit der Katholischen Kirche, dass man deren Einheit so sehr und gerade auch in der Eucharistie zu verspüren bekommt. Wir meldeten uns also als Helfer an und durften unsere Zugehörigkeit zur Kirche und deren Glauben rein äußerlich schon durch ein rotes Helfer-Shirt, durch die Stadt laufend bekennen. Abgesehen von den Fragen der Teilnehmenden am Kongress, die uns oft überforderten, da wir uns in Köln nicht besonders gut auskennen, durften wir auch oft den Menschen aus der Stadt erklären was in ihrer Stadt gerade stattfindet und was wir da machen, dies waren schöne Erlebnisse. 
Eingesetzt wurden wir als Helfer im Zentrum der geistlichen Gemeinschaften, wo viele verschiedene Gemeinschaften sich vorgestellt haben und ihren Glauben miteinander geteilt haben. Durch unseren Einsatz dort durften wir unmittelbar an diesen Begegnungen und dieser Vielfalt teilhaben. Am Infostand durften wir mit vielen verschiedenen Menschen ins Gespräch kommen. Außerdem gehörte es zu unseren Aufgaben die im Zentrum stattfindenden Workshops zu koordinieren. 


Gott wartet
Das zentrale Element des eucharistischen Kongresses war die Aussetzung des Allerheiligsten Sakraments. Zahlreiche Kirchen öffneten ihre Pforten, um den Pilgern und Besuchern die Möglichkeit zu geben Jesus anzubeten. 
Wir hatten das große Glück, dass unser Einsatzort direkt an der Minoritenkirche gelegen war in der, nach dem Gottesdienst am Vormittag, die Aussetzung bis zum Abend stattgefunden hat. So hatten wir die Gelegenheit immer mal wieder in die Kirche zu gehen, um ein wenig Ruhe zu finden, uns zu besinnen oder einfach nur eine Weile in Gottes Anwesenheit zu verweilen. „Wir sind gekommen, um Ihn anzubeten.“ (Mt 2,2), lautete das Motto der Weltjugendtage, die 2005 in Köln stattgefunden haben; und tatsächlich sind die Menschen auch dieses Mal gekommen. In der Minoritenkirche waren durchweg Gläubige, die Jesus von Angesicht zu Angesicht treffen wollten. Wer auch Nachts der eucharistischen Anwesenheit Gottes bedurfte, konnte in die St. Mariä Himmelfahrt Kirche kommen, in der eine ewige Anbetung während der Dauer des Kongresses stattgefunden hat.
Es war berührend und stärkend zu sehen, dass Jesus die Menschen zusammenbringt und sie im Gebet vereint. 


Gott verzeiht
„Der Herr hat dir die Sünden vergeben.“ Es ist immer wieder befreiend diesen Satz vom Priester zu hören. Beim eucharistischen Kongress haben unzählige Menschen ebenfalls diesen Ausspruch gehört, als sie nämlich das Sakrament der Buße empfangen haben.
Es bot sich ein ungewöhnliches, aber erfreuliches Bild: in Beichtstühlen, draußen auf Bänken, unter einem Baum, auf Stühlen in den Seitenschiffen der Kirchen oder auch auf einer Mauer, überall sah man Priester, die die Beichte abnahmen. Was hat die Menschen bewegt dieses Sakrament zu empfangen? Die Antwort gab ein Mann, der nach 30 Jahren wieder dieses Sakrament empfangen hat: „Gott verzeiht und vergibt die Sünde und das kann sonst niemand. Ich fühle mich wie neu geboren; mir wurde eine zweite Chance gegen und das ist wundervoll!“ 


Gott hört
Auf der Bühne des Zentrums der geistlichen Gemeinschaften standen immer wieder verschiedene Gruppen, die viele wertvolle Botschaften vermittelten. Dies wurde von der Anzahl der Zusehenden bestätigt. Viele Personen teilten in ihren Zeugnissen ihren Glauben mit den Anwesenden und gaben damit viel Stoff zum Nachdenken, Mut und neue Kraft auf dem Weg des Glaubens weiterzugehen, oder diesen zu entdecken. Es tut immer wieder gut zu hören wie es anderen Menschen mit ihrem Glauben geht, oder wie viel Gott in ihrem Leben vollbringt. 
In der ganzen Stadt fanden weiter verschiedene Konzerte statt, die in Form von Musik die Tiefe und die Freude des Glaubens nach Außen gebracht haben. So hat Gott hören dürfen, wie sein Lob in vielen Momenten in der ganzen Stadt ertönte und was gibt es Schöneres, als unseren Gott aus ganzer Kraft in der Musik zu loben und ihm damit unser "Ja" zu ihm zu geben?! 
Die zahlreich stattfindenden Vorträge erfreuten sich an vielen Besuchern, so dass so mancher Saal in seinen Nähten zu platzen drohte. 
Neben Vorträgen fanden viele Workshops statt, die die Möglichkeit gaben sich unmittelbar mit den Themen zu beschäftigen, dies war eine große Bereicherung. 


Gott verbindet
Das Wort Gemeinschaft war auf dem Kongress ganz groß geschrieben. Es war eine außerordentlich reiche Erfahrung, eine Gemeinschaft mit allen Menschen zu bilden, die aufgrund ihres Glaubens an Gott, den Eucharistischen Christus, sich zusammenfinden. Wir konnten sehr viele neue Leute kennenlernen und neue Freundschaften schließen, egal ob durch gemeinsame Anbetung, Tanz oder Gesang. Prägnant war die frühe Samstagnacht, als wir total erschöpft nach dem Tag in unsere Jugendherberge wollten und auf unserem Weg eine kleine Gruppe am Kölner Dom trafen, die Gott im Gesang lobte. Da verging unsere Müdigkeit, als wir uns dem Lobpreis anschlossen und eine kleine neue Gemeinschaft gebildet haben. Gott verbindet – Mensch und Mensch, aber auch Gemeinschaften und Bistümer untereinander, die sich am Neumarkt und am Kolpinghaus vorgestellt haben. Nicht allein ist man stark, sondern durch Gott miteinander verbunden und das hat Stärke und Macht!

Gott überrascht
Während dieser 5 Tage kamen wir mit vielen Menschen in Kontakt. Gott hat uns öfters mit kleinen und großen Aufeinandertreffen überrascht. So kam ein Bischof auf uns zu, schüttelte uns die Hand und versicherte uns, wie sehr er sich freue, dass wir jungen Christen da seien. 
Eine ältere Dame überreichte uns Plätzchen, damit wir „etwas Süßes für zwischendurch“ haben. 
Außerdem gab es unzählige Gespräche mit Pilgern und Besuchern. Es war schön sich generationsübergreifend austauschen zu können und Erfahrungen miteinander zu teilen. Natürlich fehlte es auch nicht am Austausch unter den Helfern. Es war bereichernd mit jungen Menschen in Kontakt zu treten, die ihren Glauben leben und sich Jakobus Worte zu Herzen genommen haben: „Hört das Wort nicht nur an, sondern handelt danach;“ (Jak, 1,22a).
Besonders gefreut haben uns die Begegnungen mit den Menschen, die wir schon vor dem Kongress gekannt haben. Es ist großartig, dass dieser Kongress nicht nur zu einem Treffen des Glaubens, sondern auch der Freundschaft geworden ist. 


Gott spricht 
Macht man nur ein wenig die Augen oder auch die Ohren auf, so sieht und hört man Gott in so vielen Momenten. Auch beim Eucharistischen Kongress, einem Fest des Glaubens, war das nicht anders. Sei es in den vielen Vorträgen und Katechesen, in denen man so oft genau das gehört hat, was einen gerade beschäftigt und man sich einfach nur mal wieder "WOW" gedacht hat, oder in persönlichen Gesprächen, die so oft auch ganz unerwartet und mit den verschiedensten, auch völlig unbekannten Personen stattfanden und man sich einfach nur bereichert gefühlt hat. Da behaupte einer Gott gäbe es nicht, oder er würde nicht zu uns sprechen. Ganz besonders berührend ist es, wenn man bei einer Anbetung zur Ruhe gekommen ist und die Anwesenheit Gottes spürt, vor seiner Größe, darüber staunend, niederkniet und dann in einen Korb mit Bibelzitaten greift, wie man dazu bei einem Nightfever die Möglichkeit hat, wie dies auch in der Minoritenkirche an mehreren Abenden der Fall war und dann ein Zitat zieht, das einen bis aufs Tiefste anspricht und wie ein direkter Beitrag von Gott ist. Gottes Wort ist unfassbar und so treffend. Die Erfüllung und Freude, die in solchen Momenten auftauchen sind nur kaum zu beschreiben. 


Gott stärkt
Es war ein kurzes, aber in sich starkes Wochenende. Alle Erfahrungen, Anstrengungen, Begegnungen mit Mensch und Gott haben uns auf unseren Lebenswegen ein Stück weitergetragen im aktiven Glauben. Gottes Wirken war spürbar! Und trotz kaum durchgeschlafener Nächte und physischer Erschöpfung zum Schluss, war der geistige Gewinn groß genug, um es zu übertrumpfen.

 

Das Zeugnis von Diana, Marcelina und Katharina findest Du auch HIER im Download-Bereich.

Tag 1 & 2: Mäßigkeit & Schweigen

Written by Sara on Samstag, 29 Juni 2013.

Oder: einen Tag lang nur von Wasser und Brot leben

Tag 1 & 2: Mäßigkeit & Schweigen

Tag 1 der Benjamin-Franklin-Challenge: Mäßigkeit

... oder wie ich einen Tag lang nur von Wasser und (Knusper-)Brot lebte.  

Naja, vielleicht nicht ganz. Wasser und Brot waren es nicht (nur). Meinen ersten Tag der Benjamin-Franklin-Challenge ging ich mit viel Motivation an. Ich hatte mir davor überlegt, wie ich diese "Mäßigkeit" im Leben umsetzen könnte. Ging es darum, gar keinen Genuss mehr im Essen zu sehen? Überhaupt nicht mehr zu trinken? Schnell entschied ich mich, dass keines von beidem gilt. Wasser und nicht alkoholische Getränke führen bekanntlich ja sowieso weniger zur "Berauschung", daher musste ich mir diesbezüglich keine Gedanken am Donnerstag machen. Im Gegenteil, viel zu trinken ist gesund. Also habe ich ein wenig länger nachdenken müssen, was Benjamin damit gemeint haben konnte (abgesehen von der Tatsache, dass er höchstwahrscheinlich nur vom Alkohol gesprochen hatte). Wie konnte ich diese Tugend in meinem Leben umsetzen?  

Eigentlich gar nicht so schwierig. Viel trinken ist gesund, aber was? Bekanntlich sind süße Getränke wie Cola, Fanta, Sprite, etc. nicht gut für den Körper, gleichzeitig aber auch nicht unbedingt gut für die Seele. Wenn wir alle einen gesunden und starken Körper von Gott erhalten haben - wieso sollte ich ihn dann mit chemischen Süßstoffen zerstören? Radikale Ansicht, aber für den Donnerstag mein Motto. Somit bin ich an dem Tag nur bei Wasser und Tee geblieben. Gesund für den Körper und somit auch gut für meine Seele. 

Was das Essen angeht, war das alles schon ein wenig einfacher. Mäßigkeit im Essen ist in unserer Gesellschaft bekanntlich ja kein kleines Problem. Auch nicht für mich - aber ich muss sagen, dass es mir, aufgrund der ganz neuen Motivation, am Donnerstag recht leicht fiel, Mäßigkeit im Essen zu behalten. Ein kleines Frühstück, ein sättigendes Mittagessen und kein Essen, nur weil "ich gerade Appetit habe". 

Klingt alles nach einer neuen Diät? Ganz und gar nicht - ein komplett neuer Ansatz. An diesem einen Tag der Mäßigkeit ist mir klar geworden, dass gesundes und gemäßigtes Essen und Trinken nicht unbedingt was mit Schönheitsidealen oder nur mit der Gesundheit zu tun haben. Vielmehr ist eine ausgewogene und gesunde Ernährung auch ein Zeichen meines Respektes vor der Schöpfung Gottes. Wieso zerstören, was Er erschaffen hat? 

Tag 2: Schweigen 

... oder wie ich absolut versagt habe ... 

Meinen bisherigen Tiefpunkt der Benjamin-Franklin-Challenge habe ich also gestern erlebt. Der Tag hat damit angefangen, dass ich mein Vorhaben erst einmal komplett vergessen hatte. Zum Glück kam es in der Uni nicht zu sinnlosen und idiotischen Gesprächen. Phuu, erste Hürde geschafft. Nach einer Woche aber nach Hause zu fahren und sich bei jedem Satz zweimal zu überlegen, ob man ihn sagen sollte, ist dann schon ein wenig schwieriger. Ein paar Kommentare konnte ich mir verkneifen, aber ab und an kamen doch Worte über meine Lippen, die sicherlich niemandem etwas "Gutes" getan haben.  

Schlimm wurde es erst am Abend. Die Tugend "Schweigen" an einem Tag zu behandeln, an dem man mit Freunden in eine Bar geht, um sich dort über die vergangenen Wochen auszutauschen, ist  eine fatale Entscheidung gewesen. Zwar hatte ich Julia A. an meiner Seite, die mich tatkräftig in der Benjamin-Franklin-Challenge unterstützt, geholfen hat mir das aber trotzdem nicht viel ... 

Zigmal erwischte ich mich dabei, wie ich Dinge sagte, ohne darüber nachzudenken und vor allem Dinge, die ich sicherlich auch hätte für mich behalten können. 

Was "Schweigen" mit dem Glauben zu tun hat? Da denke ich sofort an die Gaben des Heiligen Geistes. Weisheit. Weisheit besteht sicherlich nicht darin, jeden Quatsch, der einem durch die Gedanken fährt, einem breiten Publikum vorzutragen. Manchmal ist es doch besser, still zu sein und sich gut zu überlegen, ob man etwas sagen sollte oder nicht. 

Mir ist jedenfalls klar geworden, dass "Schweigen" sicherlich nicht meine Lieblingstugend ist ... 

***** 

Wie lief es bei Euch? Habt Ihr euch auch mit den 13 Tugenden des Benjamin Franklin beschäftigt? Hat es besser geklappt als bei mir? 

Gottvertrauen oder Übermut?

Written by Robert on Donnerstag, 27 Juni 2013.

Gottvertrauen oder Übermut?

„Seinen Engeln befiehlt er, dich auf ihren Händen zu tragen, damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt.“ (Psalm 91, 11-12)

Bibelzitate, zum Thema Gottvertrauen, gibt es zu Genüge und als Gläubiger konfrontiert man sich mit diesem Thema intensiv. Es ist eben diese Gottvertrauen, das unseren Glauben lebendig macht. Das Vertrauen darauf, dass Gott mich leitet, dass er mich nicht im Stich lässt, dass er an meiner Seite steht und nicht abweicht; genau dieses Vertrauen ist in jeder biblischen Gestalt tief verankert.

Gott erprobt also auch das Vertrauen von Abraham, als er von ihm fordert seinen geliebten Sohn Issak für ihn zu opfern. Abraham ist bereit genau diesen Sohn zu opfern, doch Gott missbraucht sein Vertrauen nicht und schickt einen Engel, der ihn davon aufhält.

Auf Gott zu vertrauen wird vielen von uns schon recht früh ans Herz gelegt und wir sind bemüht an diesem Vertrauen im Alltag zu arbeiten. Doch wie weit geht dieses Vertrauen? Kann ich wirklich sorglos alles Gott anvertrauen ohne nachzudenken?

Gehen wir noch einen Schritt weiter. Kann ich Gott herausfordern, um seine Treue zu prüfen? Als der Teufel Jesus dazu auffordert vom Tempel zu springen und eben die obigen Psalmverse zitiert, antwortet ihm Jesus: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht auf die Probe stellen.“ (Mt, 4 bzw.  6,16). Das heißt, Jesus gibt uns eine klare Antwort zu diesem Thema.

Dieses Thema findet sich in einer Geschichte wieder, die nichts mit der Zeit Jesu oder der Wanderung des Gottesvolkes zu tun hat. Eine Geschichte, die dennoch in der Wüste ihren Lauf nimmt, genau wie damals. Es geht um die waghalsige Schluchtüberquerung von Nik Wallenda.

Am 24.06.2013 überquerte Nik Wallenda die 457 m lange Schlucht im Grand Canyon ohne Absicherung auf einem dünnen Stahlseil. Dieses Spektakel konnten Millionen Menschen mit einer 10 sekündigen Verzögerung auf Discovery mitverfolgen. Knappe 23 Minuten dauerte diese von Windböen erschwerte Akrobatik. Doch was hat diese Geschichte mit Gottvertrauen zu tun?

Wer diese Schluchtüberquerung angeschaut hat, konnte nach einigen Minuten hören, wie Nik anfing zu beten. Er betete zu Jesus, er möge dieses Seil beruhigen, er lobpreiste den Herrn permanent und dankte ihm auch für den Discovery Channel. Das sind wirklich bewegende Momente. Dass ein Mensch sich an Gott wendet, ihm vollkommen vertraut und ihn um Hilfe bittet während einige Millionen Menschen dabei zusehen. Das ist doch wirklich ein überragendes Glaubenszeugnis.

Ist das aber wirklich so? Ist das ein Glaubenszeugnis oder zeugt es lediglich davon, dass dieser Mensch als Fanatiker abgestempelt wird, der nur sensationsgeil ist und dabei noch den Glauben mit reinzieht? Jesus sagt klar, dass wir Gott nicht auf die Probe stellen sollen. Hat Nik Wallenda Gott auf die Probe gestellt? Oder ist das einfach ein gesundes Gottvertrauen? Man wird wohl keine eindeutige Antwort bekommen, denn hier spalten sich die Geister.

Es ist nun an den Lesern dieses Artikels darüber zu entscheiden, was Gottvertrauen bedeutet und welche Grenze hier zum Fanatismus oder Übermut zu ziehen ist.Hat für Euch Nik Wallenda ein wahrhaftiges Zeugnis des Glaubens und des Gottvertrauens abgegeben? Oder war sein Mut nur Leichtsinn?

 

Quellen:
http://cdn.grindtv.com/wp-content/uploads/2013/06/wallenda-canyon-1.jpg
 

 

 

Die Benjamin-Franklin-Challenge

Written by Sara on Mittwoch, 26 Juni 2013. Posted in Challenge

13 Tage in den Spuren des Benjamin Franklin

Die Benjamin-Franklin-Challenge

Benjamin Franklin ist sicherlich den meisten ein Begriff. Vielleicht von der $100 - Banknote oder einfach aus dem Geschichts - oder Englischunterricht. Besonders viel konnte ich mit diesem Typen allerdings nicht anfangen, bis mein Englischprofessor heute eine Vorlesung zu "Benjamin Franklin" im Kontext der Vorlesung, die sich mit der Kolonisierung Amerikas beschäftigt, gehalten hat. Klingt langweilig? War es anfangs auch ein wenig ... Nachdem wir chronologisch seine Biographie und seinen Einfluss auf die Entwicklung der Demokratie  durchgearbeitet hatten, war ich mit meinen Gedanken ganz schön abgeschweift. Bis zu dem Moment als ich auf der Wand plötzlich eine ziemlich interessante Liste vorfand. "The 13 Virtues" war der Titel und sofort war ich wieder aufmerksam. 

Kaum zu glauben, aber der damals gerade mal 20-jährige Benjamin Franklin hatte schnell sein Lebensziel erkannt: gut sein. Dass das nicht ganz so einfach ist, wie er es sich vorgestellt hatte, bemerkte er schnell und erstellte daher eine Liste von 13 Tugenden, die einem zur Verbesserung des eigenen Charakters, einem christlichen Leben und der eigenen Selbstverwirklichung helfen. Damals war das für ihn DER amerikanische Traum, für uns heutzutage erscheinen diese 13 Tugenden zum Teil ein wenig lächerlich. Nicht ganz aber.  

Nachdem ich einen Blick auf diese Liste geworfen hatte, war mir schnell aufgefallen, dass hinter all diesen Tugenden ein christliches Lebensbild steht. Auch wenn manche vielleicht nicht sofort mit dem Christentum assoziiert werden, steckt doch hinter allen eine christliche Motivation - vorausgesetzt, man betrachtet sie aus der christlichen Perspektive. Schon gespannt? Ich will euch diese 13 Tugenden nicht länger vorenthalten. :) 

Die 13 Tugenden des Benjamin Franklin


1. Mäßigkeit: Iss nicht bis zum Stumpfsinn, trink nicht bis zur Berauschung. 

2. Schweigen: Sprich nur, was anderen oder dir selbst nützen kann; vermeide unbedeutende Unterhaltung. 

3. Ordnung: Lass jedes Ding seine Stelle und jeden Teil deines Geschäfts seine Zeit haben. 

4. Entschlossenheit: Nimm dir vor, durchzuführen, was du musst; vollführe unfehlbar, was du dir vornimmst. 

5. Sparsamkeit: Mache keine Ausgabe, als um anderen und dir selbst Gutes zu tun; das heißt: vergeude nichts.

6. Fleiß: Verliere keine Zeit; sei immer mit etwas Nützlichem beschäftigt; entsage aller unnützen Tätigkeit. 

7. Aufrichtigkeit: Bediene dich keiner schädlichen Täuschung; denke unschuldig und gerecht, und wenn du sprichst, so sprich danach.

8. Gerechtigkeit: Schade niemandem, indem du ihm unrecht tust oder die Wohltaten unterlässt, die deine Pflichten sind. 

9. Mäßigung: Vermeide Extreme; hüte dich, Beleidigungen so übel aufzunehmen, wie sie es nach deinem Dafürhalten verdienen. 

10. Reinlichkeit: Dulde keine Unsauberkeit am Körper, an Kleidern oder in der Wohnung. 

11. Gemütsruhe: Beunruhige dich nicht über Kleinigkeiten oder über gewöhnliche oder unvermeidliche Unglücksfälle. 

12. Keuschheit: Übe geschlechtlichen Umgang selten, nur um der Gesundheit oder der Nachkommenschaft willen, niemals bis zur Stumpfheit, Schwäche oder zur Schädigung deines eigenen oder fremden Seelenfriedens oder guten Rufes. 

13. Demut: Ahme Jesus und Sokrates nach. 

 

Phuu ... das ist ganz schön viel, das man befolgen sollte! Umso interessanter finde ich es, mich jeden Tag die nächsten 13 Tage lang mit einer dieser Tugenden ganz besonders auseinanderzusetzen. Ich bin noch  nicht mal richtig auf dem Weg zur Heiligkeit, denke ich mir zumindest die meiste Zeit, daher werde ich es langsam angehen und mich jeden Tag nur auf eine Tugend konzentrieren und euch darüber auf dem Laufenden halten. Ich bin jetzt schon total gespannt, wie das klappen wird! 

Was sagt ihr zu diesen 13 Tugenden? Macht euch doch auch einmal Gedanken in den nächsten Tagen oder macht am Besten an dieser Benjamin-Franklin-Challenge mit und "leidet" mit mir mit. ;) Ich würde mich über Unterstützung in den Kommentaren freuen und gerne EURE Meinung zu diesen Tugenden hören. Was sagt ihr dazu? Haltet ihr sie für realisierbar? Schon einmal selbst versucht? 

Also ... Ärmel hochkrempeln, noch einmal Energie tanken und morgen geht es dann los mit meiner ersten Tugend: 

Mäßigkeit 

(ohje ... das wird ja was ...) 

 

Quellen: 
http://thehistoryjunkie.com/wp-content/uploads/2011/08/benjamin-franklin1.jpg 
http://www.geistigenahrung.org/ftopic20473.html
<<  1 2 [3