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Sommerkurs Legionäre Christi

on Donnerstag, 31 Oktober 2013. Posted in Zeugnisse

Artur über sein Missionsjahr in Chicago

 

 

Liebe Freunde,

Wie die meisten von euch wissen bin ich ein Jahr in Amerika. Da ich viele Anfragen bekommen habe, was ich denn eigentlich dort mache und was das ist, habe ich entschieden einen Newsletter zu schreiben.

Ich mache ein so genanntes Missionsjahr in Amerika mit der Ordensgemeinschaft „Legionäre Christi“ von der Katholischen Kirche. Dieses Jahr basiert darauf, dass junge Menschen ein Jahr ihres Lebens Gott geben und der Kirche mit ihrer Arbeit helfen. Besonders Jugendarbeit an katholischen Schulen oder in den Kirchengemeinden mit Jugendlichen. Die Legionäre sind auf der ganzen Welt verbreitet. Besonders in Amerika und Mexiko. Aber auch Deutschland, Österreich, Irland und Polen.

Warum Ich Missionar geworden bin? Ganz einfach, ich möchte dieses Jahr Gott widmen, für alles Gute was ER mir in meinem Leben gegeben hat. Soziale, kirchliche Arbeit leisten und gleichzeitig Amerika entdecken ist einfach unbeschreiblich wunderbar. Der erste Newsletter erzählt von dem fünf wöchigen Vorbereitungssommerkurs in Indiana. Der nächste Newsletter wird von den Ereignissen in Chicago handeln und von allem, was ich dort erlebt habe...

 

Wir nähern uns dem Ende des Sommertrainingskurses. Im Moment nehmen wir an Einkehrtagen in Stille für 3 Tage teil. Diese Einkehrtage basieren auf den 30 Tage langen Einkehrtagen des Heiligen Ignatius von Loyola. Das ist die optimale Zeit, um die letzten Wochen zu reflektieren, was alles passiert ist und was wir alles erlebt haben.

Wir sind 18 Missionare, wobei die eine Hälfte der Jungs aus Deutschland kommt, die andere aus Amerika, und ein Missionar ist aus Brasilien gekommen.

Wir sind in 3 Teams aufgeteilt. Jedes Team hat einen Geistlichen(Bruder) und einen Coworker (Missionar) aus dem Vorjahr als Mentor und Gruppenleiter. Wenn ihr euch wundert, wieso ich erst so spät schreibe, werdet ihr es gleich verstehen…

Unser Tagesplan war ziemlich voll. Unser Tag beginnt mit dem Aufstehen um 6:45 Uhr. Adriel weckt uns mit dem Satz “Christus, unser König” und wir antworten im Halbschlaf “Dein Reich komme”.

Kurz vor dem Morgengebet macht jeder für sich einen Besuch bei der Marienstatue und dann beginnt das Morgengebet um 7:30 Uhr. Es beinhaltet die Meditation über das Evangelium des Tages und dauert bis 8 Uhr. Dann haben wir Gottesdienst bis 8:30  Uhr. Es ist ein echter Segen jeden Tag als Gruppe Gottesdienst zu feiern.

Um 8:30 Uhr gibt es dann endlich Frühstück, das hauptsachlich aus Pancackes, French Toast, Speck, Eiern und Cornflakes besteht.

Um 9:30 Uhr geht jedes Team seine Hausarbeit erledigen. Meine Aufgabe war es, in der Kapelle die Messe für den nächsten Tag vorzubereiten und alles sauber und ordentlich zu halten.

Um 10 Uhr begann unser Unterricht. Wir hatten Unterricht von 10-12 Uhr, von 15-16 Uhr und von 20-21 Uhr. Jede Woche hatten wir ein anderes Thema. Doch dazu später mehr.

An jedem normalen Wochentag fand um 12 Uhr der „Iron man“ statt: 30 Minuten lang hatten wir verschieden sportliche Wettbewerbe unter unseren Teams, wie z.B.  500 Liegestützen in schnellstmöglicher Zeit, Kanu fahren und Geländespiele.

Danach stand Rosenkranz auf dem Plan, anschließend Mittagessen und Brettspiele. Jan und ich habe uns oft eine spannende Schachpartie geliefert.

Nach unserem Nachmittagsunterricht hatten wir Sport. Meist spielten wir Fußball, aber auch traditionelle amerikanische Sportarten wie Football, Basketball, Hockey, Frisby und Dodgeball (ähnlich wie unser Völkerball). Das hat allen unglaublich viel Spaß gemacht. Außerdem war es sehr lustig, da man auf dem Spielfeld andauernd Schreie in allen verschiedenen Sprachen gehört hat (Deutsch, Polnisch und Englisch).

 

Nach dem anschließenden Duschen hatten wir Anbetung und geistliches Lesen von 18-18:30 Uhr. Ich habe es geschafft bis jetzt 2 Bücher zu lesen.

Das erste Buch ist von Pfarrer Malinski, “Bevor du ‘ich liebe dich’ sagst”. Es war ein sehr gutes Buch über das Erwachsenwerden und die Liebe und das Leben in der Ehe. Und über das Erziehen der Kinder im Glauben.

Das zweite Buch, das ich gelesen habe, war “Wild at Heart” von John Eldrige. Es handelt von dem Entdecken der Geheimnisse der Seele eines Mannes. Ich empfehle es jedem, es ist wunderschön und eignet sich vor allem für Frauen und für Männer!!

Um 18:30 Uhr hatten wir eine Konferenz über verschiedene Themen, z.B das Benehmen am Tisch (savoir vivre, oder die Grundsätze von Regnum Christi). Danach gab es Abendessen. Nach dem Abendessen hatten wir den letzten Unterricht für den Tag. Um 9 Uhr fanden die Abendgebete statt und etwa um 22 Uhr sind wir schlafen gegangen.

 

Nun erzähle ich über den Stoff, den wir im Unterricht während des Kurses behandelt haben. Der Unterricht hat mich echt inspiriert und viel gelehrt und hat meine Seele berührt.

Also in der ersten Woche befassten wir uns mit dem Katechismus und den Grundlagen. Es half mir zu verstehen, um was es in diesem Jahr, indem ich ein Missionar bin, wirklich geht. Ich habe das persönliche Bedürfnis, der Kirche zu dienen und Jesus nachzuahmen. Deswegen kämpfe ich jeden Tag aufs Neue mit meinen Schwächen, verneine mich selbst, nehme mein Kreuz und folge Jesus. Pater Juan hat uns erklärt, was das Anliegen von Regnum Christi an uns Jugendliche ist. Man merkt, dass sie mit ganzem Herzen versuchen, uns zu reifen Männern zu erziehen, welche nicht mehr auf sich selbst konzentriert sind, sondern auf die Bedürfnisse der anderen. Zu echten Männern, die ihr Selbstvertrauen aus der Liebe Gottes schöpfen, die nicht unreif und verantwortungslos sind, sondern bewusst Verantwortung übernehmen und Gottes Plan in ihrem Leben suchen.

In dieser ersten Woche habe ich wahrgenommen, dass es meine Mission ist, viel Gutes in unserer Welt zu vollbringen.

Nach den ersten paar Tagen haben wir einen Test gemacht, der unsere Stärken hervorbringen sollte, die wir in unserem täglichen Leben und vor allem in unserer Arbeit als Missionare einsetzen werden.

 

Meine Top-Fünf - Stärken sind:

1. Strategisch: Sich gut auf ein Ziel fokussieren können und den besten Weg finden, um das vorgegebene Ziel zu erreichen.

2. Woo (winning others over): diese Stärke basiert darauf, schnell soziale Kontakte knüpfen zu können, keine Hemmungen zu haben, aus sich rauszukommen und neue Leute kennen zu lernen. Wichtig vor allem dann, wenn man neue Jugendgruppen bilden möchte.

3. Communication: Geschichten außergewöhnlich und spannend zu erzählen gehört zu meinen Spezialitäten. Außerdem bin ich ein guter Redner. Ich liebe es auf der Bühne zu stehen und eine Präsentation zu halten. Das ist sehr wichtig für die Jugendarbeit als Missionar.

4. Activator: Ich animiere die Leute gerne, Initiative zu zeigen, um etwas zu erleben. Außerdem bin ich derjenige, der die Leute motiviert, etwas zu starten und nicht nur rumzusitzen.

 

5. Maximizer: Diese Stärke basiert darauf, aus etwas Normalem/Gewöhnlichem etwas Außergewöhnliches, Spannendes und Lebendiges zu machen, z.B verschiedene Aktivitäten auf Jugendtreffen. Activator und Maximizer ergänzen sich sehr gut!

 

.... Wenn Du wissen willst, wie es weiter geht dann schau nächsten Donnerstag wieder vorbei :) 

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