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"In jener Zeit als viele Menschen Jesus begleiteten, da wandte er sich an sie und sagte:
Wenn jemand zu mir kommt und nicht Vater und Mutter, Frau und Kinder, Brüder und Schwestern, ja sogar sein Leben gering achtet, dann kann er nicht mein Jünger sein. Wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann nicht mein Jünger sein. Wenn einer von euch einen Turm bauen will, setzt er sich dann nicht zuerst hin und rechnet, ob seine Mittel für das ganze Vorhaben ausreichen? Sonst könnte es geschehen, dass er das Fundament gelegt hat, dann aber den Bau nicht fertig stellen kann. Und alle, die es sehen, würden ihn verspotten und sagen: Der da hat einen Bau begonnen und konnte ihn nicht zu Ende führen.
Oder wenn ein König gegen einen anderen in den Krieg zieht, setzt er sich dann nicht zuerst hin und überlegt, ob er sich mit seinen zehntausend Mann dem entgegenstellen kann, der mit zwanzigtausend gegen ihn anrückt? Kann er es nicht, dann schickt er eine Gesandtschaft, solange der andere noch weit weg ist, und bittet um Frieden.
Darum kann keiner von euch mein Jünger sein, wenn er nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet."

 

... wenn jemand zu mir kommt...

Jesus spricht hier nicht nur zu den zwölf, sondern zu vielen Menschen  und zu mir. Er wendet sich um zu mir, sucht und fragt, ob ich Jüngerin/Jünger sein will, die Ihm mit Entschiedenheit nachfolgt  nicht partiell oder graduell, sondern ganz.

Ich schaue mit meinem inneren Auge, wie Jesus sich mir zuwendet und höre seine Frage. Ich spüre, welche inneren Regungen und Bewegungen in meinem Herzen ausgelöst werden [Bereitschaft, Erschrecken, Angst, Widerstand....] was immer sich zeigen mag, ich sehe es an und lasse Jesus darauf schauen.

 

... JüngerInsein

Nein, es geht nicht darum, geliebte Menschen zurückzuweisen, sondern: An wem orientiere ich mich, wer gibt mir Maßstab? Nachfolgen heißt: die Beziehung zu ihm obenan stellen.

Nein, es geht auch nicht darum, gering zu achten, was meine Bedürfnisse sind oder was ich besitze. Aber: Was besitzt mich? Woran hänge ich so fest, dass mir der Blick auf Jesus verstellt wird, dass es mich an einem erfüllten Leben hindert?

Gibt es einen Punkt, an dem Jesus mich einladen darf, freier zu werden für ihn, der das Leben ist?

 

... setztersichdannnichtzuersthinundüberlegt...
Angesichts der vielen Menschen, die mit ihm laufen, macht Jesus

klar, was Nachfolge bedeutet.

Aber er lässt mich frei: Ich darf mich hinsetzten und überlegen. Es gibt ganz unterschiedliche Formen Christ zu sein  die enge Nachfolge Jesu ist eine. Was will ich  wozu lädt Jesus mich ein? 


Quelle:

www.edith-stein-exerzitienhaus.de